Opening and duration text

 

19. October, VIP Preview
20. - 23.10.: Open to visitors 11:00 to 20:00 
24.10.: Open to visitors 11:00 to 19:00

Stand R01, Cour des Remises
Asia Now
Monnaie de Paris
11 Quai de Conti
75006 Paris 

 

In der Mongolei ist Spiritualität keine Option, sondern ein fester Bestandteil des Lebens; die geistige Welt ist real.

Die zeitgenössische Kunst ist daher tief verwurzelt in uralten Naturvorstellungen und schamanischen Praktiken. Diese haben sich mit dem buddhistischen Erbe vermischt und bilden – was kaum überrascht – den Kern der mongolischen Identität, die einst unter dem Druck des kaiserlichen Chinas (Qing-Dynastie) und des sowjetischen Kommunismus stand.

Die Kunstrichtung „Mongol Zurag“ hat ihre Wurzeln in der kurzen Übergangszeit zwischen dem Zusammenbruch der Mandschu-Herrschaft 1912 und der Gründung der kommunistischen Mongolei; seither hat sie sich zu einer eigenständigen, modernen Kunstbewegung entwickelt.
Kulturell schöpfen mongolische Künstler ihre Inspiration aus einer tief verwurzelten Liebe zur Natur, dem Tengrismus und dem Glauben an die Verbundenheit mit einer geistigen Welt.

Der diesjährige Pavillon auf der Biennale von Venedig präsentiert vier Künstler. Zwei von ihnen werden auch auf der Messe „Asia Now“ vorgestellt:

Nomin Bold (geb. 1982) ist die renommierteste Künstlerin der Mongolei und die einzige, die sowohl an der documenta (2017) als auch an der Biennale von Venedig (2026) teilgenommen hat bzw. teilnehmen wird.

Gerelkhuu Ganbold (geb. 1988) ist tief mit der Geisterwelt verbunden – die meisten seiner Freunde sind praktizierende Schamanen. Auch er nimmt an der Biennale von Venedig (2026) teil.

Baatarzorig Batjargal (geb. 1983) ist eine Schlüsselfigur der zeitgenössischen mongolischen Kunst. Im Mittelpunkt seines Schaffens steht die Auseinandersetzung mit der Bewahrung und dem Verlust kultureller Traditionen im Wandel der mongolischen Geschichte. Er lenkt den Blick auf die Brüche, die durch die politische Unterdrückung der 1930er Jahre entstanden, als weite Teile der Traditionen des Landes ausgelöscht wurden.

Shijirbaatar Jambalsuren (geb. 1987) ist ein zeitgenössischer mongolischer Künstler, dessen multidisziplinäres Werk Malerei, Installation, Performance und sozial engagierte Kunst umfasst.

Dates
-

SPIRIT WORLD @ Asia Now Paris – October 19-24, 2026

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19. October, VIP Preview
20. - 23.10.: Open to visitors 11:00 to 20:00 
24.10.: Open to visitors 11:00 to 19:00

Stand R01, Cour des Remises
Asia Now
Monnaie de Paris
11 Quai de Conti
75006 Paris 

 

In der Mongolei ist Spiritualität keine Option, sondern ein fester Bestandteil des Lebens; die geistige Welt ist real.

Die zeitgenössische Kunst ist daher tief verwurzelt in uralten Naturvorstellungen und schamanischen Praktiken. Diese haben sich mit dem buddhistischen Erbe vermischt und bilden – was kaum überrascht – den Kern der mongolischen Identität, die einst unter dem Druck des kaiserlichen Chinas (Qing-Dynastie) und des sowjetischen Kommunismus stand.

Die Kunstrichtung „Mongol Zurag“ hat ihre Wurzeln in der kurzen Übergangszeit zwischen dem Zusammenbruch der Mandschu-Herrschaft 1912 und der Gründung der kommunistischen Mongolei; seither hat sie sich zu einer eigenständigen, modernen Kunstbewegung entwickelt.
Kulturell schöpfen mongolische Künstler ihre Inspiration aus einer tief verwurzelten Liebe zur Natur, dem Tengrismus und dem Glauben an die Verbundenheit mit einer geistigen Welt.

Der diesjährige Pavillon auf der Biennale von Venedig präsentiert vier Künstler. Zwei von ihnen werden auch auf der Messe „Asia Now“ vorgestellt:

Nomin Bold (geb. 1982) ist die renommierteste Künstlerin der Mongolei und die einzige, die sowohl an der documenta (2017) als auch an der Biennale von Venedig (2026) teilgenommen hat bzw. teilnehmen wird.

Gerelkhuu Ganbold (geb. 1988) ist tief mit der Geisterwelt verbunden – die meisten seiner Freunde sind praktizierende Schamanen. Auch er nimmt an der Biennale von Venedig (2026) teil.

Baatarzorig Batjargal (geb. 1983) ist eine Schlüsselfigur der zeitgenössischen mongolischen Kunst. Im Mittelpunkt seines Schaffens steht die Auseinandersetzung mit der Bewahrung und dem Verlust kultureller Traditionen im Wandel der mongolischen Geschichte. Er lenkt den Blick auf die Brüche, die durch die politische Unterdrückung der 1930er Jahre entstanden, als weite Teile der Traditionen des Landes ausgelöscht wurden.

Shijirbaatar Jambalsuren (geb. 1987) ist ein zeitgenössischer mongolischer Künstler, dessen multidisziplinäres Werk Malerei, Installation, Performance und sozial engagierte Kunst umfasst.

Nomin Bold, Oron Series
Gerelkhhu Ganbold, Interference, 2020 (Detail)